Sonntag, 18. September 2016

Das erste Gartenjahr...


neigt sich dem Ende zu. Übernächste Woche haben der Garten und ich gemeinsam Geburtstag. Dann sind wir genau ein Jahr Gartenbesitzer! Ich darf gar nicht zu sehr drüber nachdenken, aber das erreichen der jetzt nahenden doch eher dunklen Jahreszeit kommt mir nicht sehr erstrebenswert vor. So wie es Menschen geben soll, die heiße Sommertage nicht gut leiden können, graut es mir vor den bevorstehenden eher grauen Tagen. Ich hoffe auf einen kalten, klaren, sonnigen Winter. Wenn schon, denn schon. Bis dahin werden wir aber hoffentlich noch ein paar schöne Herbsttage genießen können. 

Der Sommer, auch wenn er Startschwierigkeiten hatte, war doch schließlich bis zu dieser Woche ein ganz wunderbarer und wir haben noch nie soviel Zeit draußen verbracht. Wir fühlen uns wohler, ausgeglichener und haben viel mitgenommen. Abgesehen vom Offensichtlichen - der Ernte - auch eine gewisse Gelassenheit & ein besseres Hautbild, ja wirklich, wir sehen gesünder aus. 

Ich habe mal eine kleine Auswahl meiner liebsten Gartenbilder aus den letzten Monaten zusammengestellt. Mit "Klick" auf das Bild könnt Ihr es noch größer anschauen. Es wurde viel gebaut und erneuert.  Wir haben Beete verkleinert und besser pflegbar gemacht, denn wir wollten ja nicht nur arbeiten, sondern auch genießen, wenn wir dort sind. Wir haben mit unseren Gartennachbarn ganz herzliche Menschen kennengelernt und es wurde des öfteren zusammen gegessen, getrunken und viel gelacht. Auch der Gartenkater hat viel Zeit bei uns verbracht. Wann immer wir dort waren, war eigentlic auch der Gartenkater bei uns.

In der Hütte wurde ein bißchen umgeräumt, das kleine Barschränkchen, das vorher bei uns im Flur zu Hause stand, ist ins Gartenhäuschen gezogen, damit wir dort mehr Schätze unterbringen können. Wir haben auch im Garten übernachtet, es war herrlich morgens dort vom Gezwitscher der Vögel geweckt zu werden - die Nachbarn brachten uns Brötchen mit - es war ein kleiner Kurzurlaub in unserer Oase. Überhaupt wird viel geteilt in der Kleingartenanlage. Was wir nicht selbst angebaut haben oder wovon nicht viel kam, bekamen wir geschenkt: Bohnen, Weintrauben, Rüben & Äpfel - aber auch Zierpflanzen. Es wird automatisch viel nachhaltig dort gewirtschaftet und zwar ganz automatisch. Das ist keine neue Erfindung dort. 

Was man auf den Bildern nicht sieht - das werde ich bei Gelegenheit mal separat zeigen - wir haben dem Garten ein neues, eigenes Gesicht gegeben. Wir haben aus Rasenkantensteinen eine kleine Mauter gemacht und damit ein Beet umrahmt, wir haben Wege angelegt und Hochbeete. Ein wunderbarer Lohn ist, wenn vor allem auch ältere Gartenbesitzer durch die Anlage flanieren, an unserem Zaun stehen bleiben und uns erzählen, dass sie jeden Morgen dort vorbeikommen und erstmal 10 Minuten am Zaun verweilen, um den Garten zu betrachten und sich freuen, dass es immer irgendwas Neues zu entdecken gibt. Wir konnten halt nicht an uns halten :). Es gibt schließlich immer was zu tun.

Das Fazit: wir möchten den Garten nicht mehr missen, er ist unser Ruhepol und Ausgleich. Wir haben jetzt bereits neue Projekte überlegt und einige davon lassen sich hervorragend im Herbst umsetzen, das Gartenjahr neigt sich vielleicht dem Ende entgegen, es ist aber noch lange nicht vorbei :).

Donnerstag, 26. Mai 2016

Projekt: vintage garden...


... und ein paar neue Flohmarktfundstücke. Ein Blog ist ein Blog, wenn man diesem in regelmäßigen Abständen Neuigkeiten hinzufügt und Dir, dem geneigten Leser, was Neues bietet. Meine Abstände sind wohl einigermaßen regelmäßig, nur ist es zur Regel geworden, dass Ewigkeiten zwischen den einzelnen Beiträgen liegen.


Ich entschuldige mich zum einen mit dem Winter, der Zeit, in der wir am Wenigsten draußen sind, in der Zeit gibt es auch kaum Flohmärkte und in dieser Phase ist auch arbeitsmäßig bei mir sehr viel los. Das heißt, ich kann Euch in dieser Zeit einfach kaum was bieten. Aber jetzt kommt der Sommer, die Schwalben kreischen es bereits von den Dächern in der Nachbarschaft und mit Frühjahr und Sommer kamen sowohl die Flohmärkte zurück, als auch, wie im letzten Post bereits angedroht, beginnt jetzt die Zeit für Projekt "vintage garden". Und hier hat sich einiges getan. Ich habe immer mal wieder ein paar Fotos geschossen, so dass Ihr am Projekt zumindest visuell und auch gern mit Kommentaren teilhaben könnt.

   
Das größte update: Das Gartenhaus ist gestrichen!   

Wir haben ein Stufenbeet angelegt und ein Tomatenhäuschen aufgestellt (nicht auf den Bildern), da müsst Ihr uns erstmal Glauben schenken), wir haben den alten Willy Guhl "Diabolo" Kübel gestrichen und mit Steingartenpflanzen bepflanzt.


 Auf einigen Flohmärkten haben wir schöne Teile für den Garten gefunden, das Wetterhäuschen schon vor ein paar Jahren bereits, die schöne Cocktailtafel jetzt erst. Es ist herrlich, wie sich alles dort einfügt. Die kleine Küche wird immer mehr vollgepackt mit wichtigem Equipment, wir essen dort häufiger mal unser Abendessen. Kreide für die Tafel liegt bereits bereit ;).

Auch in der Laube tut sich immer mal wieder was. Unser altes Wohnzimmersofa ist eingezogen, ebenso noch mehr Deko. Was zu Hause nicht mehr passt, kommt in den Garten. Eine schöne Ausrede um immer mal wieder Kleinkram auf Trödelmärkten mitzunehmen. Die kleine Vase, in Hausfarben, hat unsere liebe Nachbarin extra deswegen gekauft, weil sie grau - gelb ist.

Noch mehr Flohmarktfundstücke, aus Platzmangel hängt der Kuchenteller eben an der Wand!


Neben Zierpflanzen haben wir uns auch an Salat und Erdbeeren versucht. Ich denke ein paar werden Durchkommen ;) Glücklicherweise kommt Einiges im Gärtchen von selbst. Die Johannisbeerernte wird wohl ganz gut ausfallen, ebenso die Sauerkirschernte, wenn uns die Vögel nicht alles wegpickern. 

Ins Insektenhotel sind direkt Gäste eingezogen, wobei die sich ja einmauern und man eher von einem Insektenapartment sprechen kann.
 
Mein Lieblingsplatz ist auf der Hollywoodschaukel :)
Wenn das Wetter allerdings mal nicht so gut ist, erfreuen wir uns an unserem wunderbaren Zuhause. Auch hier sind ein paar neue "alte" Schätze eingezogen. 


 Ein paar alte Küchengeräte finden immer Unterschlupf bei mir. Auf dem rechten Bild seht Ihr eine geglückte Familienzusammenführung. Der große Blumentopf rechts wurde von einem Berliner Flohmarkt "weggerettet". In Berlin kann man herrlich trödeln. Auf dem folgenden Bild links habe ich ebenfalls von einem Berliner Flohmarkt diese kleine süße Spardose erstanden. 


Optimist und Pessimist, sind auch vereint worden, hier haben wir allerdings ein neues Modell ergattern können. Gutes Design bleibt gutes Design, egal ob alt oder neu!


Dosen gehen auch immer. Die hübsche Dose mit der Stadtszene stammt ebenfalls aus Berlin, die Dose rechts haben wir im Winter im Trödelladen des Vertrauens gefunden. 

Zum Abschluss noch ein Herzensfundstück! Haben wir in Bielefeld letzte Woche auf dem Flohmarkt gefunden. Es ist offenbar die DDR Variante von "Spitz, Pass' auf!" Komplett mit Anleitung in Originalverpackung. Allein das Packungsdesign ist eine Augenweide für mich.
 So Ihr Lieben, gleich kommt Gasthund Fenja zu Besuch, ich muss daher zum Schluss kommen, ich habe aber noch Einiges an Bildern gesammelt, so dass Ihr sicherlich auf einen nächsten Post nicht allzulange warten müsst. Ich wünsche Euch ebenfalls viel Flohmarktglück und freue mich über Eure Kommentare und Berichte, was Ihr schönes Neues habt!

Sonntag, 7. Februar 2016

Ok, retro hat seine Daseinsberechtigung.


Wir legen beim Wohnen schon ziemlich viel Augenmerk auf schickes Design, manchmal sogar in erster Linie und am liebsten hätten wir immer gern alte Originale. Allerdings sollten wir es eigentlich besser wissen. Schließlich lernt jeder, der auch nur ein Mühchen mit Design zu tun hat zunächst den Satz: Form folgt Funktion! Gerade, was das Alltagsdesign angeht, ein durchaus sinnvoller Leitsatz. 

Dummerweise bestach das original 60er Jahre Schlafsofa in erster Linie durch sein gutes Aussehen. Richtig gemütliche Sofaabende waren eigentlich nicht drin. Und so wurde ein Beschluss gefasst. Ein neues Sofa musste her. 

Bevor wir allerdings ein neues Sofa fanden, bei dem wir die wenigsten Kompromisse eingehen mussten, wurde das Raumnutzungskonzept mal wieder grundsätzlich in Frage gestellt. Die zweite immerwährende Baustelle bei uns zu Hause betrifft unsere Sammelleidenschaft. Ihr wißt ja. 

Die Plattensammlung nahm einen sehr großen Raum ein und irgendwann konnten wir nicht mehr expandieren. Die Konsequenz: Ein Großteil der Platten und ein Teil der Regale, in denen sie untergebracht waren, zogen aus in ein anderes Zimmer. Das hatte zur Folge, das neben der Sofafrage auch noch die Regalfrage spannend wurde. Aber nur kurzfristig, denn der Mann hatte sich in das Cado-System-Regal verliebt. Wir wußten, wo wir eins finden, es wurde drauf gespart, durfte einziehen und wurde liebevoll mit allen Schätzen bestückt. 

Herzensdinge zum immer wieder an- und nie sattsehen!
Blieb also nur noch die wichtige Aufgabe DAS Sofa zu finden. Es war klar, dass es dieses Mal kein vintage Sofa mehr werden würde. Aber ab und an auf Retro-Design zurückzugreifen, ist völlig in Ordnung, auch wenn wir gern Altes und Gebrauchtes bei uns beherbergen. Wir wollten eben, dass es nicht mehr nur gut aussieht, es sollte natürlich endlich gemütlicher sein. Lange Rede, kurzer Sinn, wir haben eins gefunden. Leider nicht wie gehofft im örtlichen Einzelhandel - es folgte der erste Großmöbelkauf im weltweiten Internet. Bei Home24 wurden wir schließlich fündig. Die Lieferzeit war mit 3 Wochen angegeben. Zeit genug das andere Sofa ins Gartenhäuschen zu verabschieden. Blöd nur, dass wir die Rechnung ohne die Spedition gemacht haben. Die lieferten dann einfach mal nicht zum verabredeten Liefertermin, ohne Meldung & Vorwarnung. Dadurch verzögerte sich alles um eine weitere Woche, in der wir unsere Feierabende auf eine Klappmatratze nur knapp 10 cm über dem Laminatboden verbrachten. Aber, das Warten hat sich gelohnt.



Bei der Gelegenheit fand dann auch die kleine Konsole auf dem Tulpenfuss einen neuen Platz. Ein Trödelladenfundstück und Liebe auf den ersten Blick. Schon von aussen durchs Schaufenster angeschmachtet, war klar, ohne das Ding fahren wir nicht hier weg. Ebenso durfte die neue Gartenlampe (zeige ich ein andermal) und ein Kapselheber (liebevoll angry birdfish von uns getauft) mit. Auf dem Bild mit dem Cado-Regal könntet Ihr ihn finden.

Von den ohnehin nicht echten String Regalen ist übrigens tatsächlich noch eins geblieben, da es dann doch ziemlich gut zum neuen Regal passte. Und wir kamen ohne neu Streichen aus, die Bohrlöcher konnten wir prima verdecken. Ich liebe diese Aussicht von meinem neuen Lieblingsplatz im Wohnzimmer aus.

  
Ich bin auf jeden Fall sehr happy mit dem Raum, er wirkt durch das schmalere Regal breiter, offener und wir haben trotzdem mehr untergebracht als vorher. 

Übrigens, meine eigene kleine Plattensammlung durfte sogar im Wohnzimmer bleiben. Ich sammle einfach langsamer ;). 

P.S. Wer ein sehr gutes Blogger-App für's Ipad empfehlen kann, gern her mit dem Tipp

(c) alltagsdesign